Die Verbreitung

Die Mistel kann nicht laufen. Sie nutzt Vögel als Taxi.

Die Misteldrossel

Der Namensgeber ist der wichtigste Verbreiter.

  1. Der Vogel frisst die weißen Beeren.
  2. Das Fruchtfleisch ist extrem klebrig.
  3. Die Samen werden unverdaut wieder ausgeschieden.
  4. Der Kot landet auf einem Ast. Durch den “Kleber” bleibt der Samen haften, anstatt herunterzufallen.

Die Mönchsgrasmücke

Sie frisst ebenfalls Beeren, wischt aber den klebrigen Schnabel an Ästen ab. Auch so bleiben Samen kleben.

Keimung

Im Frühjahr keimt der Samen. Er bildet eine Haftscheibe und treibt dann einen Senker (Wurzel) durch die Rinde in das Holz des Baumes. Dort schließt er sich an die Wasserleitung an. Bis eine neue Mistel sichtbar wird, können 1-2 Jahre vergehen.

Verbreitung durch Herabfallen

Nicht nur Vögel verbreiten die Mistel. Reife Beeren können auch einfach herunterfallen und auf tiefer liegenden Ästen hängenbleiben. Dort wurzeln sie, wenn sie nicht entfernt werden.

Dies führt oft zu einem massiven Befall im unteren Kronenbereich. Daher ist es besonders wichtig, auch die weit oben hängenden Mistelkugeln (die “Mutter-Pflanzen”) zu entfernen.

Stark befallener Baum